Es gibt sie!
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Nach der Uni holt mich Yuimi von meinem Zimmer ab, da ich in der Wohnhausanlage am Uni Gelände wohne. Als ich ihr die Tür aufmache, kommt gleich die Reaktion „Mädchen so kannst du nicht weggehen!“. Sie stürmt rein und öffnet meinen Kleiderschrank, den sie daraufhin auch gleich durchwühlt. Grade mal 5 Minuten später dreht sie sich zu mir und streckt einen kleinen Haufen Kleidung in meine Richtung „Zieh dich schnell um. Dann machen wir noch deine Haare und Make Up.“ Etwas widerwillig nehme ich das Gewand das sie rausgesucht hat und geh mich im Badezimmer umziehen. Irgendwie fühle ich mich nicht so gut dabei, trotzdem, ich habe es Yuimi versprochen. Frisch Umgezogen steht der Stuhl bereit. Sie deutet nur mit dem Finger auf den Stuhl und ich nehme widerwillig Platz. Kaum hingesetzt tobt sich Yuimi schon an meinen Haaren aus. Für meine Haare und mein Make Up braucht sie gerade mal 15 Minuten. „So fertig, dachte mir schon das so was sein wird, deswegen bin ich ja früher gekommen.“ kichert Yuimi leise als die das sagt. Verwirrt schau ich auf die Uhr. „Huch stimmt, du bist ja früher da. Aber was machen wir jetzt?“ Lächelnd sieht mich Yuimi an. "Wir können ruhig etwas früher los." Mit einem unguten Gefühl geh ich mit ihr los. Nach einer Stunde kommen wir an der Adresse an. Selbst Yuimi kommt ins Staunen als sie das Haus vor uns betrachtet. Es ist in einem Alten Stil gehalten und richtig groß. Yuimi dreht sich zu mir und flüstert mir ins Ohr „Hey hab Spaß und bleib immer in meiner Nähe.“ Etwas entgeistert und erschrocken blicke ich Yuimi an. Ich nicke nur. Gemeinsam gehen wir zur Tür. Yuimi benutzt die Klingel und im nu öffnet sich die Tür. Ein Junger Mann steht vor uns und lächelt. „Willkommen wir haben schon gewartet Yuimi.“ Sie lächelt leicht. „Hey, bin doch schon da. Und Jiro das hier ist Leonii.“ Sie deutet auf mich. Ich will am liebsten im Boden versinken. Ich ahne schon das hier viele Menschen sind, dennoch entfließt mir ein leises „Hi Jiro". Er sieht mich nur merkwürdig an. So als würde er mich aussaugen wollen. Aber irgendwie muss ich lächeln bei diesem Blick. Warum gefällt mir der Blick so. Ich kann es mir nicht erklären. Yuimi packt mich am Arm und wir gehen hinein. Es sind extrem viele Menschen da. „Leonii bleib immer bei mir.“ Verwirrt seh ich mich nach etwas zu Trinken um. „Hey Yuimi sag wo gibt es was zu trinken?“ Doch es kommt keine Antwort. Hecktisch blicke ich durch die riesen Menschenmenge. Doch ich seh sie nicht. Panisch renne ich von einem Raum zum nächsten, doch keine Spur von ihr. Vor mir steht Jiro der mich fragend anstarrt. „Hey was ist los mit dir?“ Ängstlich mache ich einen Schritt zurück. „Yuimi ist verschwunden. Ich kann sie nicht mehr finden.“ Jiro überlegt kurz und antwortet. „Sie ist in den Garten raus etwas Frischluft schnappen.“ Er deutet auf die Terrassentür. Schnell verbeuge ich mich und lauf sogleich los. Doch Yuimi ist nicht zu sehen. Als ich in den Himmel schaue, merke ich erst wie klar die Nacht ist. Ich entscheide mich weiter in den Garten zu gehen. Da sehe ich eine Gestalt unter dem Baum sitzen. Die Person liest ein Buch. Ich kann den Titel bei der Finsternis nicht lesen und frage mich wie er bei dieser Dunkelheit lesen kann. Leise Worte entgleisen diesem Jungen. „Interessierst du dich für die Wesen der Nacht?“ Vorsichtig antworte ich diesem Jungen. „Wie? Was? Warum fragst du mich?“ Er legt das Buch zur Seite und steht auf. „Weil du hier bist. Ich heiße Yuichi. Nennst du mir auch deinen Namen?“ Etwas perplex sehe ich weiter auf das Buch. „Mein, mein äh... mein Name ist Le... Leonii.“ Yuichi kichert leicht. „Du brauchst doch keine Angst zu haben.“ Nach dem sich endlich mein Blick von dem Buch löst und ich diesem Jungen in die Augen schaue, fällt mir auf das er genau die gleichen Augen und Ausdruck wie Jiro besitzt. Gedanklich realisiere ich was hier faul ist. Panisch drehe ich um und beginne zu laufen. Obwohl ich weiß, dass ich diesen Leuten nicht entkommen kann. In dem Moment wo ich zu Laufen anfange, steht Yuichi vor mir. Es war doch genug Abstand zwischen uns. „Was bist du?“, frage ich mit entsetztem Ausdruck. „Ich bin ein Wesen der Nacht.“ Er lächelt bei der Aussage. „Du willst mir weiß machen du bist ein Vampir?“ Er lächelte weiter. „Ja das bin ich. Ein Blut trinkender Vampir und ich beweise es dir.“ Etwas geschockt versuche ich von ihm weg zu kommen. Doch es hilft nichts. Ich versuche gute 30 Minuten zu entkommen, was nicht zu funktionieren scheint. Yuichi lächelt erneut. „Es wird Zeit Leonii, mir macht es keinen Spaß mehr.“ Er packt mich von Hinten und legt meinen Kopf mit Leichtigkeit zu Seite, obwohl ich dagegen drücke. Ebenso schiebt er meine Haare zur Seite. Im nächsten Moment spüre ich etwas Spitzes an meinem Nacken. Daraufhin einen brennenden Schmerz, der mich durchfährt. Mit jedem Moment mehr merke ich, wie ich schwächer werde. In Yuichis Griff gefangen sacke ich mehr und mehr zusammen. Bis ich bewusstlos werde.