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Leonii's Tagebuch

Seite 6


Was ist das?

Während ich das Blut des jungen Mannes trinke sehe ich Sachen die ich nicht verstehen kann. Ich spüre das große Gefühl der Einsamkeit, welches ich nur zu gut kenne. Im nächsten Moment sehe ich den Abend an dem dieser junge Mann mein Blut trank. Ich spüre ein merkwürdiges, mir unbekanntes Gefühl dabei. Wieso kann ich all das sehen und erfahren. Das war eines der Dinge, die mir meine Filme nie gesagt hatten. Dennoch verstehe ich das Gefühl nicht, was in diesen Moment von diesem Vampir ausgeht. Mir fallen Tränen die Wange herunter. Ich weiß nicht warum. Noch weniger kann ich aufhören zu trinken. Es zerreißt mich und ich will diesen Vampir doch nicht genauso leer saugen wie er selbst diesen Mann gerade ausgesaugt hatte. In meinen Kopf schreie ich regelrecht nach Hilfe. Doch ich kann es nicht beenden. Ich kann nicht aufhören. In diesen Moment legt er mir seine Hand auf meinen Kopf. Leise entkommen ihm die Worte. „Ist schon gut.“ Antworten kann ich ihm nicht. Dennoch kommt die Frage auf was den Gut sei. Im nächsten Moment öffne ich meine Augen und sehe während ich trinke in den Himmel. Er leuchtet so klar. So wie damals. Erschrocken spüre ich das meine Zähne noch immer in seinen Hals stecken. Mit einmal stoße ich ihn weg von mir. Das Verlangen was mich zuvor heimsuchte ist weg. Ängstlich sehe ich diesen Vampir an der mich zu seines gleichen gemacht hat. Langsam legt er seine Hand auf die Stelle wo ich ihn gebissen hatte. Er sieht mich ruhig an und hält mir die andere Hand hin. Zögerlich bin ich dabei diese Hand zu nehmen doch ich stehe von allein auf. „Ich brauch deine Hand nicht.“ sage ich und drehe mich um. „Du erinnerst dich jetzt wieder oder?“ fragt er ruhig. „Ja, dennoch wieso hast du es nicht zu Ende gebracht, wie bei diesem Mann.“ frage ich entsetzt und starre dabei in den Himmel. „Das weißt du ganz genau.“ antwortet er nur. Ich verstehe das nicht. „Was soll ich wissen, Ich weiß es nicht.“ Ich drehe mich zu ihm um. „Du hast es gespürt als du mein Blut trankst.“ kommt nur als Antwort. In diesen Moment sah ich viel und verspürte verschiedenes. Aber von was redet er nur. Ich verstehe das ganze nicht, was er mir sagen will. Was kann dieser Vampir nur meinen. Fragend starre ich in den Nachthimmel. „Ich glaube du solltest heim gehen. Es bringt dir nichts.“ sagt der Vampire. Abwesend starre ich weiter in den Nachthimmel der bereits leichte Dämmerspuren zeigt. Jedoch vernehme ich die Worte von ihm. Daraufhin drehe ich mich in die Richtung von der ich gekommen bin und laufe erneut in unglaublicher Geschwindigkeit los. Diesmal brauche ich nicht mal ganze 10 Minuten bis ich in meinen Zimmer bin. Ich nahm den selben weg wieder durchs Fenster zurück. Ich lege mich in mein Bett und denke über das ganze nach. Schlafen konnte ich nicht und Müdigkeit verspürte ich ebenso wenig. Mir wird so in dem ganzen langsam klar. Ich bin ein Vampir. Ich hab bereits das Blut einer anderen Person getrunken, auch wenn diese selbst ein Vampir ist. Ich fühle mich so schlecht deswegen. Es war zwar ein Vampir dennoch sehe ich die Vampire selbst als Lebewesen an. Wie kann man nur jemanden sein Blut trinken und so tun als wäre das nichts schlimmes. Das Blut ist für jedes Lebewesen die Essenz des Lebens. Dennoch hab ich frei begierig sein Blut getrunken und konnte nicht aufhören. Bis zu diesen Punkt, als ich die Erinnerungen sah wo er mein Blut trank. Wo er mich damals verwandelt hatte. Fragend starre ich auf meine Zimmerdecke und warte das die Zeit weiter verstreicht.